EU-Projekt "Mehrsprachigkeit in der Vor- und Grundschulperiode"

Regionale Aktivitäten: Kärntner Slowenen (Slowenisch) / Slowenischer Schulverein

Die Sprachgruppe der Kärntner Slowenen wird durch den Slowenischen Schulverein sowie durch das Slowenische wissenschaftliche Institut in Klagenfurt betreut.

Slowenischer Schulverein / Slovensko šolsko društvo Tel.: 0043-463-35651
Mikschallee 4
A - 9020 Klagenfurt/Celovec
Fax: 0043-463-35651-11
e-mail: mladinski.dom@chello.at

Projektleitung vor Ort: Vida Obid
  (Auskünfte in Deutsch, Russisch, Slowenisch, südslawische Sprachen)
Tel.: 0043-463-319222-15
a
Projektkoordination: Mag. Josef Blajs (Deutsch, Slowenisch)
Tel.: 0043-463-35651-10
  a
wissenschaftliche Begleitung: Univ. Prof. Dr. Georg Gombos
Universität Klagenfurt
Universitätsstr. 65-67
Tel.: 2700-704
e-mail: georg.gombos@uni-klu.ac.at

Projektthemen in Kärnten: 1. Regionales Organisations- und Fortbildungskonzept für
mehrsprachige Kindergärten
  3. Arbeitsmappe mit methodischen und didaktischen
Materialien zur Sprachvermittlung, mit Einbeziehung
neuer Technologien


 

 

 

Regionales Organisations- und Fortbildungskonzept für mehrsprachige
Kindergärten

Inhalte und Ziele
Mit den KindergärtnerInnen, Kindergartenbetreibern und den Ausbildungsinstitutionen soll ein Konzept entwickelt werden, dass die bereits vorhandenen Erfahrungen der Sprachvermittlung aufgreift und sie an KollegInnen weitervermittelt. Kontakte mit zwei- und mehrsprachigen Kindergärten in anderen europäischen Ländern sollen hergestellt werden, um die Effektivität der angewandten Methoden zu vergleichen.
Da sich einige zweisprachige Gemeinden weigern, zwei- und mehrsprachige Kindergruppen zu führen, wird von den Kindergartenbetreibern eine Finanzierung der privaten zwei- und mehrsprachigen Kindergärten durch das Land angestrebt.
Projektziel ist, eine Vertretung der Kindergartenbetreiber zu gründen, die befugt ist, mit dem Land über die Finanzierung zu verhandeln sowie die bisher eher lose zusammenarbeitenden zwei- und mehrsprachigen KindergärtnerInnen zu ständiger Kooperation zu motivieren.

Kooperationspartner: Workshops für ErzieherInnen in zweisprachigen Kindergärten und Horten, Leiterin Mag. Lucija Ogorevc-Feinig; Elterninitiativen, die Kindergärten betreiben


Verlauf
Die Arbeitsgemeinschaft der zwei- und mehrsprachigen privaten Kindergärten hat sich am 25. 10. 2001 konstituiert.
Die KindergärtnerInnen nahmen am 24. 5. 2001 am Studienbesuch bei den KollegInnen in Friaul (Friulaner, Slowenen) teil. Der Gegenbesuch der friulanischen KollegInnen in Klagenfurt fand am 13.2.2002 statt. Workshops für zwei- und mehrsprachige KindergärtnerInnen fanden regelmäßig statt, die KindergärtnerInnen der drei am Projekt beteiligten Kindergärten nahmen aktiv daran teil.
Am 16. und 17.11.2001 wurde mit Prof. Dr. Georg Gombos von der Klagenfurter Universität eine zweitägige Konferenz mit den KindergärtnerInnen durchgeführt, um anhand von konkreten Beispielen sprachpädagogische Konzepte zu diskutieren. Die zweite Konferenz mit Prof. Gombos, auf der Nachbesserungen für die pädagogischen Konzepte diskutiert sowie Beiträge für die Arbeitsmappe besprochen wurden, fand am 29./30.11.2002 statt.

Ergebnisse
Am 25.10.2001 hat sich eine Arbeitsgruppe der zwei- und mehrsprachigen privaten Kindergärten gegründet. Die Projektleiterin (Vida Obid) und der Koordinator (Josef Blajs) sind Vorstandsmitglieder in der ARGE. Zwei Vertreter der ARGE, unter ihnen Projektkoordinator Blajs, sind im Kuratorium des Landeskindergartenfonds vertreten, der zur Unterstützung der privaten zweisprachigen Kindergärten geschaffen wurde. Das Kuratorium wird den vom Land für die Abgangsdeckung gespeisten Fonds verwalten.
In Zusammenarbeit mit der Universität in Klagenfurt wurde ein sprachpädagogisches Konzept für zwei- oder mehrsprachige Kindergärten in Kärnten erarbeitet. Die Grundregel lautet, dass der Einsatz mehrerer Sprachen im Kindergarten nur dann bewusst erfolgen kann, wenn er einer festen Regelung folgt. Die Kindergärten können personen-, zeit- oder themenbezogene Modelle mischen. Wichtig ist nur, dass es eine festgelegte Planung gibt, die dann auch eingehalten wird. Nur durch eine solche Planung ist gewährleistet, dass die Sprachen gleichberechtigt und abwechselnd zu allen Tageszeiten und in allen Aktivitäten des Kindergartens benutzt werden.

 

 

Arbeitsmappe mit methodischen und didaktischen Materialien zur
Sprachvermittlung


Inhalte und Ziele
Erarbeitung und Erprobung von unterschiedlichen Methoden im Bereich bi- bzw. multilingualer Erziehung in den Kindergärten: personenbezogene, phasenbezogene, themenbezogene Sprachvermittlung. Schwerpunktmäßiger Einsatz einer der Methoden in den am Projekt beteiligten Kindergärten. Erfassung der Sprachkenntnisse der Kindergartenkinder, Dokumentation der Entwicklung während des Projektzeitraums.
Projektziel: Effektivität der unterschiedlichen Methoden überprüfen; in der Arbeitsmappe werden die bewährtesten Unterlagen auch anderen Sprachgruppen zugänglich gemacht.

Verlauf
Es wurden in den einzelnen Kindergärten, nach Angaben der Eltern und Wahrnehmungen der KindergärtnerInnen, die Sprachkenntnisse erfasst.
Am 16. und 17.11.2001 wurde mit Prof. Dr. Georg Gombos von der Klagenfurter Universität eine zweitägige Konferenz mit den KindergärtnerInnen durchgeführt, um anhand von konkreten Beispielen sprachpädagogische Konzepte zu diskutieren. Die zweite Konferenz mit Prof. Gombos, auf der Nachbesserungen für die pädagogischen Konzepte diskutiert sowie Beiträge für die Arbeitsmappe besprochen wurden, fand am 29./30.11.2002 statt.

 

Ergebnisse
Im März 2003 erschien die Aus- und Fortbildungsmappe für Erzieherinnen in zweisprachigen Kindergärten (mit einem theoretischen und einem praktischem Teil). Sie enthält sowohl pädagogische Konzepte als auch einleitende Überlegungen zu zwei- und mehrsprachiger Erziehung im Vorschulalter.

 

Publikationen

  • Mili Kuncic, Miriam Strmenik, Georg Gombos: "Skozi leto". Drava Verlag 2003. ISBN 3-85435-407-X (Aus- und Fortbildungsmappe für Erzieherinnen in zweisprachigen Kindergärten in Kärnten).

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